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Wichtige Informationen für unsere Anleger zum Thema Anteilsverkauf auf dem Zweitmarkt

29.10.2008

Der Handel mit gebrauchten Schiffsbeteiligungen hat seit Anfang 2007 deutlich zugenommen. Neben den im Markt bekannten seriös arbeitenden Profiaufkäufern gibt es jedoch leider immer noch einzelne Aufkäufer, die mit deutlich unter Marktniveau liegenden Preisen und zweifelhaften Verkaufsargumenten versuchen, Anleger zum Verkauf Ihrer Schiffsbeteiligung zu bewegen.


Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie für diese Art von Verkaufsangeboten für Schiffsbeteiligungen auf dem Zweitmarkt sensibilisieren, die Ihnen möglicherweise unaufgefordert per Post angeboten werden. Aufkäufer oder Makler beziehen ihre Adressen aus verschiedenen Quellen, z. B. von Adressverlagen, von privaten Anbietern und aus dem Handelsregister. Eine Weitergabe der Kundenadressen durch die HCI Treuhand ist in jedem Fall ausgeschlossen.

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir Ihnen dringend sich, sofern Sie sich mit dem Gedanken tragen Ihre Schiffsbeteiligung vorzeitig zu veräußern, vor der Verkaufsentscheidung genügend Informationen einzuholen. Für alle Fragen zum Zweitmarkthandel, zu Preisen und der Abwicklung steht Ihnen die HCI Treuhand gern beratend zur Verfügung. Einschätzung über aktuell am Zweitmarkt zu erzielende Preise können Sie ebenfalls auf den verschiedenen Handelsplattformen im Internet wie z. B. www.zweitmarkt.de erhalten.

Unter der Dachmarke Zweitmarkt.de betreut die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG seit fast 10 Jahren als Pionier und Marktführer den Handel mit geschlossenen Fonds an der Fondsbörse Deutschland. Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG gehört zur Gruppe der Börsen AG Hamburg-Hannover. Anleger können über diese liquide Handelsplattform Anteile an geschlossenen Fonds (Immobilien-, Schiffs-, Lebensversicherungs-,Private Equity- und andere Spezialfonds) handeln. Der Handel vollzieht sich bei Zweitmarkt.de an der Fondsbörse Deutschland transparent auf Basis einer strengen Marktordnung unter börsenseitiger Handelsüberwachung.

Bei vorzeitigem Verkauf von Anteilen an geschlossenen Schiffsfonds ist grundsätzlich folgendes zu beachten:
 

  • Ein Käufer einer Beteiligung wird bei Ankauf einer Beteiligung aus Gründen kaufmännischer Vorsicht einen Risikoabschlag im Preis einkalkulieren. Dies bedeutet, bei vorzeitigem Verkauf ihres Anteils, werden Sie höchstwahrscheinlich einen geringeren Kapitalrückfluss erzielen, als bei Verkauf des Schiffes zu einem späteren Zeitpunkt
  • Bei Kombimodellen (Option zur Tonnagesteuer während der Laufzeit) ist der Unterschiedsbetrag bei Verkauf des Anteils aufzulösen und mit dem persönlichen Steuersatz im Rahmen der Einkommenssteuererklärung zu versteuern
  • Bei Tonnagesteuermodellen ergibt sich kein Unterschiedsbetrag und somit auch keine Besteuerung bei Anteilsverkauf


Die Möglichkeit auf dem Zweitmarkt vorzeitig eine Beteiligung an einem geschlossenen Schiffsfonds zu veräußern, steigert die Fungibiliät dieser Beteiligungsart ganz erheblich, welches die HCI ausdrücklich begrüßt und fördert. Dennoch handelt es sich bei geschlossenen Fonds nach wie vor um eine Anlageform mit langfristigem Planungshorizont, so dass ein vorzeitiger Verkauf der Anteile sorgfältig abzuwägen bleibt.

Nachstehend stellen wir Ihnen ein Textbeispiel vor, dass ein verzerrtes Bild des Zweitmarktes abbildet und bei dem wir zur Vorsicht raten:

----- Textbeispiel Anfang -----

"die Charterraten sinken, zahlreiche Fonds können die Ausschüttungen erwartungsgemäß nicht liefern, versuchen hier den Anlegern Sondertilgungen schmackhaft zu machen oder kürzen die Ausschüttungen kommentarlos. Die Kurse am Zweitmarkt sind bereits um 20-30 % gesunken. Unserer Meinung nach, ist das erst die Hälfte einer weiteren Korrektur, weil erst ca. jede vierte Fondsgesellschaft überhaupt die negativen Geschäftsberichte 2007 veröffentlicht hat. Wir erwarten eine weitere Korrektur, besonders auch vor dem Hintergrund, dass sich der Zweitmarkt von einem Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt verwandelt und viele Fondsgesellschaften die immens steigenden Schiffsbetriebskosten in den Prognoserechnungen nicht berücksichtigt haben. Pro Tag wird von Kommanditistenseite ein Angebot von durchschnittliche 3,5 Mio. EUR Nominalkapital an institutionelle Anleger herangetragen, wovon nur ein Bruchteil von diesen aufgrund der Marktbedingungen und der Mittelabflüsse aus dieser Anlageklasse zum Abschluss kommt."

----- Textbeispiel Ende -----

Verallgemeinerungen über den Zweitmarkt insgesamt und Schiffsklassen halten wir für kritisch, denn zur Preisfindung auf dem Zweitmarkt ist jeder Fonds individuell zu betrachten. Seriöse Zweitmarktaufkäufer analysieren die einzelnen Fonds genau, so dass Pauschalaussagen für den Fonds ggf. nicht zutreffend sind. Auch Angaben zu bisher erzielten Höchstkursen bilden die Marktgegebenheiten unter Umständen nicht ausreichend ab.

Die HCI Treuhand steht Ihnen für diese Fragen gern beratend zur Seite.